Germanias Fazit zum Jahr 2020 und Ausblick auf 2021

Die Corona-Pandemie hat das sportliche Jahr 2020 für Germania vorzeitig beendet. Einen Einsatz des Landesliga-Teams wird es nicht mehr geben. Zeit für einen Blick zurück auf das Erreichte sowie einen Blick auf das, was hoffentlich noch kommt.
 
Trotz aller Widrigkeiten bezeichnet Germania-Coach Michael Zuidema das Jahr 2020 als "absolut positiv". Und das kann er auch begründen: "Wir haben mit Platz 7 in der Landesliga das beste Ergebnis seit Jahren eingefahren." Und das mit einer jungen Mannschaft mit Spielern aus der Region.
 
Der Lohn für diese gute Arbeit ist gleichzeitig auch ein Wermutstropfen. Mit Alagie Jabbie, Ibrahim Sillah und Marcel Bergmann sind drei Stammspieler zu höherklassigen Vereinen gewechselt. Zudem ist Ayaovi Bamezon wegen seines Studiums nach Hamburg gegangen. Zudem musste der VfL bislang auf Lukas Siemers verzichten, der derzeit ein Auslandssemester in Mailand verbringt und erst im Frühjahr nach Ostfriesland zurückkehrt.
 
Ohne diese Spieler könnte man beim Blick auf die Tabelle nun auf die Idee kommen, dass die Mannschaft die Abgänge nicht kompensieren kann. Das sieht Zuidema aber anders. »Wir machen derzeit eine gute Entwicklung. Wenn das weiter so schnell geht, denke ich, dass wir die Klasse halten können", sagt er trotz bislang nur vier Punkten aus sechs Spielen.
 
Dabei lohnt ein näherer Blick auf die einzelnen Spiele: In Westrhauderfehn beim 1:2 wurden viele Torchancen liegen gelassen - eine am Ende unglückliche Niederlage. Dann kam die schwächste Phase der Germanen - 0:4 gegen Papenburg und 0:3 in Wilhelmshaven.
 
"Gegen Papenburg waren wir wirklich schwach, haben einen schlechten Tag erwischt. Das Ergebnis ging in Ordnung", sagt Zuidema. Bei Frisia Wilhelmshaven ging es nach drei Gegentoren in Hälfte eins schon im zweiten Durchgang wieder bergauf, als der VfL bei den ambitionierten Gastgebern mutiger und ebenbürtig auftrat.
 
Zwei Wochen später lieferte Germania dann eine Top-Leistung in Firrel ab und gewann das Derby verdient mit 4:1. Bevor es dann wegen Corona in die vorzeitige Winterpause ging, konnte sich der VfL in Wildeshausen einen Punkt nach 0:2-Rückstand erkämpfen und lieferte beim hochgehandelten SV Hansa Friesoythe eine gute Leistung ab. "Leider haben wir dort unglücklich mit 1:2 verloren. Das hat auch der Gegner so gesehen", sagt Zuidema.
 
Auf die guten Leistungen und die gemachten Entwicklungsschritte soll das Team im Frühjahr aufbauen. »Wir haben eine tolle Truppe, mit der wir so weiterarbeiten möchten«, lobt der VfL-Coach seine Mannschaft. Für den Start in die Rückrunde halten sich die Germanen schon heute mit Intervall-Läufen und anderen intensiven Einheiten fit, die sie per WhatsApp vom Trainerteam aufgetragen bekommen.
 
"Wir wollen mit dem Start in die Vorbereitung Mitte Januar bereits topfit sein. Dann können wir schon früh taktisch sowie mit Ball arbeiten", erklärt Zuidema den Plan des Trainerteams. Schließlich müsse sein Team von Beginn an voll da sein und die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen.
 
"Wir haben da sicher nicht den selben Druck wie andere Teams in der Liga, aber wir werden alles raushauen, unser Bestes geben", betont er. Mit der frühzeitigen Winterpause und vielen Spielausfällen steht bereits fest, dass es keine Auf- und Abstiegsrunden geben wird. "Wir müssen uns perfekt vorbereiten und gleich da sein."
 
Selbst, wenn es am Ende doch nicht für den Klassenerhalt reiche, sagt Zuidema, "dann geht für uns auch nicht die Welt unter." Grund zum Optimismus gibt es aber auf jeden Fall: Germania hat erst ein Spiel zu Hause bestritten. Im Frühjahr folgen somit noch acht Heimspiele bei nur vier Auswärtspartien.
 
"Das wird ganz sicher ein Vorteil für uns. Wir haben schon in der Vorsaison bewiesen, dass wir zu Hause schwierig zu schlagen sind", ist der VfL-Coach sicher. Dahin soll der Weg wieder gehen: Der Gegner - egal, wer kommt - soll in Leer keinen Spaß haben. Und am besten auch keinen Punkt holen.

Aktuelles

Spiel gegen Bevern fällt aus

Das für heute, 21. Oktober, angesetzte Landesliga-Spiel zwischen unserem VfL und dem SV Bevern e.V. fällt leider aus.
Der Platz des Hoheellern-Stadions ist nach den anhaltenden Regenfällen leider nicht bespielbar.

Sonntag Heimspiel gegen BW Papenburg

Am Sonntag um 15.00 startet das erste Heimspiel der ersten Herren gegen BW Papenburg. Bitte beachtet unser Hygienekonzept. Wir weisen darauf hin, dass aufgrund der Coronabestimmungen von jedem Zuschauer die Kontaktdaten erhoben werden müssen. Die Zuschauermenge ist begrenzt.

Aufgrund der neuen Bestimmungen des Landes Niedersachsen ist der Ausschank und der Konsum von alkoholischen Getränken auf dem gesamten Gelände untersagt.

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Verstärkung für die Defensive: Timpe wechselt zum VfL

Der VfL Germania Leer hat einen weiteren Spieler verpflichtet:

Von Frisia Loga wechselt Tobias Timpe an den Hoheellernweg. „Wir hatten in der Defensive noch Handlungsbedarf. Mit Tobi konnten wir jetzt unsere Wunschlösung verpflichten“, sagt Germania-Trainer Michael Zuidema. Bereits in der Vergangenheit hatte der VfL mehrfach versucht, Timpe zu verpflichten, was jedoch vor allem an beruflichen Verpflichtungen scheiterte. „Deshalb hätte er damals nur eingeschränkt trainieren können“, so Michael Zuidema. Jetzt passt aber alles. „Tobis körperliche Präsenz, Zweikampfstärke sowie Spielintelligenz werden uns weiterhelfen.“ 

Timpe spielte seit 2014 für Frisia Loga und gehörte beim Bezirksligisten zum Stammpersonal.

Vor seiner Zeit bei Frisia spielte er für die A-Jugend des JFV Leer.

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VfL II: Ex-Profi trainiert neue Spielgemeinschaft mit Kickers Leer

 Alair Cruz Vicente (2. von rechts) agiert künftig als Spielertrainer der SG Kickers Leer/Germania Leer.
Alair Cruz Vicente (2. von rechts) agiert künftig als Spielertrainer der SG Kickers Leer/Germania Leer.

Kickers Leer baut ab der kommenden Saison die Kooperation mit dem VfL Germania Leer aus. Die Spielgemeinschaft wird sich auf die erste Herrenmannschaft von Kickers in der Ostfrieslandklasse A erweitern. Für diese SG Kickers Leer I/Germania Leer II wurde mit Alair Cruz Vicente nun Ex-Profi als Spielertrainer verpflichtet, welcher für den VfL spielberechtigt ist und in der unterbrochenen Saison bereits bei Germania "auf Abruf" zum Kader gehörte.

 

Der 39-jährige Cruz war selbst mehr als 20 Jahre als Profi aktiv. Für AZ Alkmaar spielte der Brasilianer achtmal in der niederländischen Eredivisie. In der 2. niederländischen Liga (Eerste Divisie) kam er auf über 200 Einsätze für Klubs wie Sparta Rotterdam, FC Volendam und Telstar – die meisten Zweitligaspiele (142) absolvierte er aber für den SC Veendam. 

„Es ist klasse, dass wir so einen tollen, menschlich agierenden Trainer dazu gewinnen konnten“, so Germanias 2. Vorsitzender Ferhat Özdemir, der zugleich Vorsitzender von Kickers Leer ist. „Mir ist das Team wichtig. Wer sich einbringt und arbeitet, wird dafür belohnt“, sagt der neue Kickers/VfL II-Trainer Cruz Vicente.

Auch die fußballerische Qualifikation im Taktischen und Technischen werde er fördern und fordern. Der Teamgedanke habe für ihn dabei immer Vorrang. Er macht deutlich, dass es ihm egal sei, ob er Profis oder Amateure trainiere. Die Mentalität sei ihm wichtig und allem übergeordnet. 
Während mit der SG Kickers I/Germania II künftig eine Spielgemeinschaft in der Ostfrieslandklasse A startet, wird es mit der SG Kickers Leer II/Germania U23 eine weitere SG geben. In welcher Spielklasse sie antreten wird, entscheidet sich nach der NFV-Entscheidung am 27. Juni über einen voraussichtlichen Saisonabbruch.

Marcel Bergmann wechselt in die Regionalliga

Marcel Bergmann wechselt den Verein. Der 22-Jährige spielt in der kommenden Saison beim Regionalligisten SSV Jeddeloh II, der von Ex-Bundesliga-Torhüter Oliver Reck (Werder und Schalke) trainiert wird. „Menschlich wie sportlich habe ich es total genossen, Teil der Mannschaft gewesen zu sein“, sagt er über die Germanen.

„Wir haben ihn von einem Bezirksligisten geholt und geben ihn an einen Regionalligisten ab – das ist für alle eine Win-Win-Situation“, erklärt Germania-Trainer Michael Zuidema.
Der talentierte Torhüter ist in diesem Jahr schon der Dritte, der den Verein für einen höherklassigen Verein verlässt. Alagie Jabbie ist bei Jong FC Emmen, U21-Mannschaft des niederländischen Erstligisten, untergekommen und Ibrahim Sillah spielt künftig für Kickers Emden in der Oberliga. „Das zeigt, dass wir eine Menge richtig machen“, ist Zuidema überzeugt. „Wir wünschen Marcel für seine Zukunft alles erdenklich Gute.“

Bergmann war im Sommer 2018 vom TB Twixlum nach Leer gewechselt. In der Meister-Saison 2018/19 stand er in allen Bezirksliga-Spielen im Kasten der Germania. In der nun durch die Corona-Pandemie unterbrochenen Spielzeit absolvierte er 16 der 18 möglichen Landesliga-Partien. „Ich wünsche jedem Einzelnen bei Germania von Herzen alles Gute“, sagt Bergmann zum Abschied.

Corona-Gefahr nicht unterschätzen

Die Corona-Krise bestimmt den Alltag nach wie vor - auch im Amateursport. In diesem Zusammenhang wundern sich die Verantwortlichen des VfL Germania Leer darüber, dass immer noch an den Planungen des Vorbereitungsturniers „Ostfriesland-Cup“ festgehalten wird, für das auch der VfL als Landesligist qualifiziert ist.

„Ich habe gelesen, dass jetzt die Gruppen ausgelost werden und man das Turnier unbedingt durchziehen möchte. Falls das wirklich stattfindet, stehen andere Interessen über der Gesundheit aller Beteiligten“, erklärt Germanias erster Vorsitzender, Michael Zimmermann. Dazu sagt Germanias zweiter Vorsitzender, Ferhat Özdemir: „Ich kann mir schwer vorstellen, dass in diesem Kalenderjahr vor der Freigabe eines Impfstoffes im Amateurbereich wieder Fußball gespielt wird.“ Und selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass man bis dahin so weit sein sollte, dass ein solches Turnier stattfinden könne – „wie viel Spaß würde dieser 'Maskenball' den Zuschauern machen?“, gibt Özdemir zu bedenken. „Da haben alle teilnehmenden Vereine außerdem eine Verantwortung für die Risikogruppen unter den Zuschauern. Ich halte es daher für sinnvoll, sich an der Europameisterschaft zu orientieren und das Ganze ein Jahr zu verschieben“, schlägt der zweite VfL-Vorsitzende vor.

Die Vereinsführung ist sich daher einig: Sollte der Ostfriesland-Cup unter den aktuellen Umständen stattfinden, dann würde Germania Leer nicht daran teilnehmen. „Man weiß nicht, wie die Situation bis dahin ist. Aber nach jetzigem Stand wäre es verantwortungslos", begründet dies Germania-Trainer Michael Zuidema. „Generell sollte man für den Fußball nicht leichtfertig die Gesundheit gefährden - weder die eigene, noch die anderer Menschen. Und schon gar nicht für ein Vorbereitungsturnier", betont Michael Zimmermann. Nur wenn seitens der führenden Experten oder der Landesregierung erklärt werde, dass die Ausführung eines solchen Turniers unbedenklich sei, lasse der Verein seine Mannschaft wieder an sportlichen Wettkämpfen teilnehmen.

Michael Zuidema erklärt außerdem, wie Germania aktuell mit der Situation umgeht: „Wir trainieren weiterhin in Kleingruppen. Wir sollten alle sehr vernünftig und behutsam mit der Situation umgehen. Der jüngsten Vorfälle haben gezeigt, wie schnell sich das Virus wieder ausbreiten kann.“ Zimmermann stimmt ihm zu und betont: „Wir werden als Verein der Fürsorgepflicht für unsere Sportler weiterhin bestmöglich nachkommen.“ Wann der reguläre Spielbetrieb wieder starten könne, sei nicht absehbar. „Gesundheitsministerin Reimann geht davon aus, dass Mundschutzpflicht und Abstandsregelung so lange bestehen, bis es einen Impfstoff gibt“, sagt der erste Vorsitzende.

„Wir dürfen im Amateurfußball nicht dem Trugschluss unterliegen, schon wieder an Spielbetrieb zu denken, weil das in der Bundesliga bereits passiert. Kein Amateurverein kann die Bedingungen wie in der Bundesliga erfüllen. Wir können keine Quarantäne-Trainingslager machen und haben kein Ärzteteam, das vor jedem Spiel Corona-Tests durchführt“, sagt Ferhat Özdemir. „Wenn sich bei einem Fußballturnier jemand infiziert, schlägt das wahrscheinlich eine höhere Welle als andere bekannte Vorfälle. Davon könnten sogar kleine Firmen lahmgelegt werden, weil eine Quarantäne nicht nur für Spieler, sondern auch für Familien und Freunde droht“, so der zweite Germania-Vorsitzende.  

Auch Lukas Berghaus kehrt zurück zum VfL

Lukas Berghaus trainierte 2017 bereits als A-Jugendlicher mit dem VfL-Kader. (Foto: Mario Rauch)
Lukas Berghaus trainierte 2017 bereits als A-Jugendlicher mit dem VfL-Kader. (Foto: Mario Rauch)

Der Kader des VfL Germania Leer für die kommende Saison nimmt immer konkretere Formen an. Mit Lukas Berghaus steht nun ein weiterer Neuzugang fest. Der 20-Jährige kehrt vom VfB Uplengen zurück an den Hoheellernweg. Bereits in der Saison 2017/18 trainierte Berghaus als A-Jugendlicher mit dem Germania-Kader, kam damals aber vornehmlich im U19-Landesliga-Team des JFV Leer zum Einsatz. Über eine kurze Zwischenstation in Loga zog es ihn zum VfB Uplengen. Dort reifte er zum absoluten Stammspieler. In 29 Einsätzen (fünf Tore) trug der Mittelfeldspieler vergangene Saison maßgeblich zum Klassenerhalt der Remelser bei. Auch in dieser Saison gehört Berghaus zum Stammpersonal beim VfB und kam in elf Spielen zum Einsatz. "Wir haben vor drei Jahren schon gesehen, wie viel fußballerisches Potenzial Lukas mitbringt. Wir haben seinen Weg seitdem aufmerksam verfolgt. Er ist mit 20 Jahren immer noch ein junger Spieler, der in seiner Zeit in Uplengen sehr an Robustheit dazu gewonnen hat", sagt Germania-Trainer Michael Zuidema. "Uns hat außerdem sehr gefallen, dass er als junger Spieler schon viel Verantwortung auf dem Platz übernommen hat."
Für Germania ist Berghaus der sechste Neuzugang für die kommende Spielzeit. Erst vor drei Tagen hatte der VfL weitere Zugänge bestätigt.

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Drei weitere Neuzugänge für den VfL

Daniel Diekmann. (Foto: Mario Rauch)
Daniel Diekmann. (Foto: Mario Rauch)

Weiterhin ist unklar, ob die aktuelle Saison in der Landesliga abgebrochen oder fortgesetzt wird. Unabhängig davon stellt der VfL Germania Leer weiterhin die Weichen für die nächste Spielzeit. Jetzt stehen drei weitere Neuzugänge fest.

 

Von Frisia Loga wechselt Daniel Diekmann zum VfL. "Daniel kennen wir natürlich bestens", erinnert sich Germania-Trainer Michael Zuidema an die gemeinsame Zeit, als Diekmann für den JFV Leer auflief. Das JFV-Team wurde damals von Zuidema und Dragan Brala trainiert. Nach der A-Jugend entschied sich Diekmann für einen Wechsel zu Frisia Loga. Dort hatte er zwischenzeitlich mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen. Unter anderem fiel er wegen eines angebrochenen Beckens lange aus. "Umso beeindruckender, wie er sich zurückgekämpft hat und immer konstanter in seinen starken Leistungen wurde", sagt Michael Zuidema. Der 22-jährige Diekmann ist in der Defensive flexibel einsetzbar.

 

Ein Rückkehrer an den Hoheellernweg ist Arlind Jonjic. Der 21-Jährige hatte sich 2017 über den JFV Leer und die U23-Mannschaft des VfL für Germanias erste Mannschaft empfohlen. Für den VfL absolvierte er als A-Jugendlicher in der Saison 2017/18 bereits vier Bezirksliga-Einsätze und erzielte dabei ein Tor. "Da konnte man sein Potenzial schon sehen. Sein Ehrgeiz und sein Zug zum Tor zeichnen ihn aus", sagt Michael Zuidema. "Wir hätten ihn im Sommer 2018 gerne bei uns behalten. Aber ich denke, dass er sich durch einen Wechsel mehr Spielzeit versprochen hat." In Loga reifte Jonjic jedenfalls zum Stammspieler. In 32 Spielen für Frisia erzielte er elf Tore.

Auch der dritte Germania-Neuzugang passt in das Konzept, auf junge regionale Talente zu setzen. Aus der A-Jugend des TV Bunde wechselt Torhüter Joost Oltrop zum VfL. "Wir haben ihn in mehreren Spielen der U19-Bezirksliga beobachtet. Er bringt die nötige Physis und Ausstrahlung mit. In dieser Saison konnte er in Testspielen, Training und bei Hallenturnieren auch schon Erfahrung im Bunder Herrenkader sammeln", sagt Michael Zuidema. "Wir trauen es ihm zu, eine Alternative auf der Torhüter-Position bei uns zu werden", so der Germania-Trainer.

Vor diesen drei Transfers hatte der VfL bereits die Neuzugänge Tobias Böhmann (BW Ramsloh) und Mike Mücke (JFV Norden U19) bestätigt.

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Germania überrennt Firrel und siegt mit 4:1

Endlich die ersten Punkte! Der VfL Germania Leer hat am Mittwochabend in der Landesliga mit 4:1 (1:0) bei Grün-Weiß Firrel gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Michael Zuidema trat von Beginn an aggressiv auf und erkämpfte sich verdient den ersten Sieg in dieser Saison.

"Ich bin beeindruckt von meiner Mannschaft. Sie ist hier von der ersten bis 90. Minute in allerhöchster Intensität aufgetreten. Das hat man sich erträumt und die Mannschaft hat sich für den gesamten Aufwand in den letzten Wochen und Monaten belohnt. Das finde ich wirklich schön", sagte Zuidema freudestrahlend nach der Partie.

Ebenso wie sein Team war der Trainer über das gesamte Spiel hinweg mit großem Einsatz an der Linie hoch- und runtergelaufen, peitschte seine Spieler an, gab Anweisungen und kassierte Gelb, als es Schiedsrichter Marc Lübbers aus Wesuwe zu bunt wurde.

Einen ersten Warnschuss gab der VfL in Person von Eike Begemann in der 10. Spielminute ab. Einen Freistoß vom rechten Strafraumeck zirkelte er knapp über die Latte. Torraumszenen gab es in der ersten Hälfte nicht allzu viele, doch in der 25. Minute ging Germania dann durch ein Eigentor in Führung.

Max Schrock-Opitz brachte eine Flanke von links in den Sechzehner. Diese war zwar zu kurz für Arlind Jonjic, doch Firrel-Verteidiger Gökay Batbay überraschte den spät herauslaufenden Keeper der Grün-Weißen, Marcel Kayser, und köpfte zur 1:0-Führung der Germanen ins eigene Tor.

Nur drei Minuten später herrschte schon wieder kollektiver Jubel auf der Germania-Bank: Der laufstarke und engagierte Julian Jauken tauchte allein vor dem Tor der Hausherren auf, ließ Kayser aussteigen und schob zum vermeintlichen 2:0 ein. Doch nach kurzer Absprache zwischen Spielleiter Lübbers und seinem Linienrichter entschieden diese auf Abseits.

Es ging intensiv weiter, bis auf Gelbe Karten gab es bis zur Pause aber keine nennenswerten Szenen, geschweige denn Torchancen. Das sollte in der zweiten Hälfte anders aussehen.

Firrel war anzumerken, dass sie die zweite Hälfte besser gestalten wollten, allein der VfL ließ die Hausherren nicht - und wurde selbst gefährlich. Einen Freistoß aus 25 Metern zirkelte Begemann sehenswert in den rechten Knick zum 2:0.

Bevor Firrel reagieren konnte, legte Germania nach. Und wieder half eine Standardsituation: Nick Kassmann zog einen Freistoß als Aufsetzer knapp um die Mauer und brachte damit Kayser in Verlegenheit. Der Keeper wehrte die Kugel hoch in die Mitte ab, wo Jonjic per Kopf zum 3:0 abstauben konnte.

Eine Viertelstunde ging es intensiv weiter, bis Steffen Busemann, der bis dato ein starkes Spiel ablieferte, innerhalb von drei Minuten mit Gelb-Rot vom Platz flog. Zunächst gab es ein Allerweltsfoul, bei dem mit etwas Fingerspitzengefühl auch eine Verwarnung gereicht hätte. Gelb hätte er dann eine Minute später sehen müssen, als er einen Schritt zu spät kam.

Mit einer mündlichen Verwarnung im Gepäck machte sich Busemann an der rechten Außenbahn auf in den nächsten Zweikampf und legte seinen Gegenspieler, der sonst viel Platz nach vorne gehabt hätte - Gelb-Rot.

In knapp 20 Minuten Überzahl hörten die Germanen jedoch nicht auf, den Gegner weiterhin aggressiv anzulaufen. Nach einer Ecke vom eingewechselten Tobi Böhmann konnte Jonjic völlig freistehend platziert in die linke untere Ecke einköpfen. 4:0 nach 81 Minuten. Das Spiel war entschieden. Da machte es auch nichts, dass Firrels Manuel Suda den bärenstarken Debütanten im Tor des VfL, Joost Oltrop, kurz vor Schluss zum 1:4 überwand.

Zuidema hofft, dass sein Team nicht nur die drei Punkte aus dem Spiel mitnimmt: "Wir haben die Körperlichkeit aus der Landesliga angenommen. Das macht mir große Hoffnung für die nächsten Spiele, wenn wir so weitermachen." Schon am Sonntag geht es nämlich weiter in der Landesliga: Germania muss ab 15 Uhr beim VfL Wildeshausen antreten.

Germania reicht gute zweite Hälfte beim WSC Frisia nicht

Der VfL Germania Leer musste sich am Freitagabend in der Landesliga mit 0:3 beim WSC Frisia Wilhelmshaven geschlagen geben. Die Germanen zeigten zwar eine gute Leistung in der zweiten Hälfte, konnten die Partie aber nicht mehr drehen.

Denn vor 200 Zuschauern im Jadestadion entschieden die Gastgeber die Partie letztlich schon nach einer halben Stunde. Der VfL hielt zwar auch in den ersten zehn Minuten gut mit, musste dann aber einen unglücklich abgefälschten Schuss von Frisias Kapitän Patrick Degen zum 0:1 hinnehmen.

In der Folge begann die schwächste Phase der Germanen im Spiel. In der 20. Minute setzte sich erneut Degen an der Grundlinie rechts durch und erzielte aus spitzem Winkel das 0:2 aus Leeraner Sicht. Nach einer halben Stunde legt der frühere Regionalliga-Spieler Hugues Magouhi für Preisinger ab, der aus 16 Metern das 0:3 erzielte.

Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause, aus der die Leeraner stark verbessert kamen. In der Defensive sorgte Germania dafür, dass die Wilhelmshavener, die in der ersten Hälfte ausschließlich mit langen Bällen gefährlich wurden, nur noch Fernschüsse in Richtung Frank Beekmann abfeuern konnten. Damit hatte die Nummer eins des VfL keine Probleme.

Vorne näherte sich Germania mit fortschreitender Spielzeit dem gegnerischen Tor an. Der eingewechselte Arlind Jonjic ließ mit einer starken Bewegung einen Gegenspieler stehen und zog dann ab: Sein Schuss knallte leicht abgefälscht an die Latte.

Kurz vor Schluss kam der VfL dem Torerfolg noch zweimal sehr nahe. Einen Angriff über Max Schrock-Opitz schloss Jonjic zum vermeintlichen 1:3 ab, doch das Schiedsrichter-Team sah ihn knapp im Abseits. Kurz darauf versuchte es Kapitän Lukas Koets mit einem Alleingang, ließ dabei die halbe gegnerische Mannschaft stehen und schloss letztlich per Chipball ab, den WSC-Keeper Deik Oetjen nur ebenso noch zur Ecke abwehren konnte. So blieb es letztlich beim 0:3.

Nach Meinung von Germania-Coach Michael Zuidema kann man seinem Team keinen Vorwurf machen. "Sie haben alles gegeben, das hat Wilhelmshavens Coach Jürgen Hahn nach dem Spiel auch gesagt." Die Gastgeber seien wiederum gnadenlos effektiv gewesen, lobte er im Gegenzug den Gegner.

Ganz wichtig ist Zuidema das, was sein Team für die Zukunft mit aus diesem Spiel nehmen kann. "Wir haben wieder einen weiteren Schritt gemacht. Wir lernen nach und nach Wettkampfhärte und Cleverness. Die Mannschaft ist intakt und motiviert, diese Dinge zu lernen. Das hat auch die zweite Halbzeit gezeigt", deutet der VfL-Trainer einen Entwicklungsschritt innerhalb des Spiels an.

Mit diesen Erkenntnissen geht es für die Germanen am Mittwoch um 19.30 Uhr schon im Bezirkspokal beim SV Wallinghausen weiter, der überraschend in der Runde zuvor die SpVg Aurich mit 4:2 ausschaltete. Anschließend haben die Leeraner spielfrei, bevor es am Sonntag, 18. Oktober, beim VfL Wildeshausen in der Landesliga weitergeht.

Germania muss Ayaovi Bamezon ziehen lassen

Der VfL Germania Leer lässt Ayaovi Bamezon ziehen. Wie zwischen Trainer Michael Zuidema und „Challo“, wie der Innenverteidiger genannt wird, verabredet, wird der 26-Jährige nun nach Hamburg ziehen und ein Studium beginnen.

„Das ist für Germania natürlich schade. Dass er damals zu uns gekommen ist und wie er sich dann entwickelt hat, war für uns natürlich ein Sechser im Lotto“, sagt der Germania-Coach in der Nachbetrachtung. „Challo“ habe menschlich wie sportlich einen riesigen Sprung gemacht, beurteilt Zuidema.

Im Sommer 2019 habe er mit dem 26-Jährigen im Café am Markt in Emden zusammengesessen und über dessen Wechsel vom TuS Pewsum zum VfL gesprochen, erinnert sich der VfL-Trainer. „Er hatte eigentlich schon bei Pewsum zugesagt. Er wollte sich aber anhören, was ich zu sagen hatte. Letztlich haben wir zwei Stunden gesprochen. Das war eines der besten Gespräche, das ich überhaupt über Fußball hatte“, erinnert sich Zuidema.

Dieses Gespräch habe ihn dann zum Überlegen gebracht und letztlich habe Bamezon zugesagt. Der 26-Jährige avancierte in der folgenden Landesliga-Saison zum Leistungsträger in der Defensive, absolvierte 15 der 18 möglichen Partien und erzielte dabei ein Tor.

 

Bamezon nimmt viel Positives aus seiner kurzen Germania-Episode mit: „Es war eine super Zeit. Ich habe viele neue Freunde dazu gewonnen. Michael hat mir nochmal einiges über den Fußball beigebracht. Der Teamgeist war enorm, das hatte man damals schon beim ersten Spiel zu Hause gegen Firrel spüren können“, sagt der Innenverteidiger. Eer werde die Atmosphäre in der Kabine vor jedem Spiel wie auch nach dem Spiel vermissen, wenn die Musik-Box anging und einer der Spieler den DJ machte.

„Ich wünsche dem Team, dass sie diesen Entwicklungstrend aus den Monaten vor Corona wieder aufnehmen um dann ihr Potenzial  zeigen. Alles Andere wird dann von selbst kommen, da bin ich mir sicher. Ich werde alle im Team vermissen, ob Trainerteam oder  Betreuerstab. Danke für die kurze, aber doch schöne Zeit“, sagt „Challo“ zum Abschied.

Der 26-Jährige ist nach den Abgängen von Alagie Jabbie (FC Emmen II), Ibrahim Sillah (Kickers Emden) und Marcel Bergmann (SSV Jeddeloh) schon der vierte Stammspieler, der den VfL verlässt. Von Seiten des Vereins wünschen ihm alle nur das Beste für seine Zukunft in Hamburg.

Germania verpflichtet Frisia-Keeper

Der VfL Germania Leer hat einen Torhüter verpflichtet. Von Bezirksligist Frisia Loga wechselt Frank Beekmann mit sofortiger Wirkung an den Hoheellernweg.

Trainer Michael Zuidema erklärt, warum der VfL den 25-Jährigen holt: "Frank hat schon früh bei Frisia Loga Herren-Erfahrung gesammelt und hat für sein Alter eine Menge Erfahrung. Er hat starke Reflexe, strahlt Ruhe aus und spielt gut mit." Auch menschlich sei Beekmann ein feiner Kerl, urteilt der Germania-Coach.

 

Der Schlussmann begründet, warum er sich für Germania entschieden hat: "Die Landesliga fand ich schon immer interessant. Außerdem kenne ich aus Loga auch schon Julian Jauken und Max Schrock-Opitz. Das sind gute Typen." Beekmann kennt auch Daniel Diekmann und Arlind Jonjic gut, die wie er in diesem Sommer nach Leer wechseln.

Frank Beekmann spielte seit 2014 bei Frisia Loga, seine komplette Jugendzeit verbrachte er beim TV Bunde. In der vergangenen Spielzeit absolvierte er zehn von 15 möglichen Partien für Frisia in der Bezirksliga.



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