"Es war spürbar, dass es um viel geht"

 Am Ende war es ein Ergebnis, das keinem so wirklich weiterhilft. 0:0 trennten sich der TuS Esens und der VfL Germania Leer am Freitagabend in der Fußball-Landesliga. Es war kein fußballerischer Leckerbissen, der 300 Zuschauern serviert wurde. Dabei sah es in den ersten 15 Minuten gut aus für die Gäste aus Leer. Germania kam besser in die Partie und erspielte sich früh zwei gute Möglichkeiten durch Martin Habben.
Danach verlor der VfL allerdings etwas den Faden.

Den Leeranern fiel wenig ein, um die dicht gestaffelte Esenser Abwehr in Bedrängnis zu bringen. Germania hatte mehr Ballbesitz und investierte mehr in das Spiel. Die besseren Möglichkeiten hatte aber der TuS, der schnell umschaltete, wenn der VfL den Ball in der Offensivbewegung verlor. Klaus Barghorn, Manuel Meints und Steffen Romaneessen kamen zu Einschusschancen, die aber allesamt das Ziel verfehlten. Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Esens zeigte sich nur in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit aktiver, um sich danach wieder weit zurückzuziehen und auf Konter zu hoffen. Gelegenheiten ergaben sich, weil Germania sich Fehler im Spielaufbau leistete. „Wir hatten zu viel Unruhe im Spiel nach vorne. Das war meistens viel zu hektisch. So haben wir viele Bälle verloren“, sagte VfL-Trainer Uwe Frieling. Und diese Ballverluste führten immer zu schnellen Gegenangriffen, die aber meistens überhastet von den Esensern abgeschlossen wurden. So hätten Petermann, Barghorn, Meints und Fass mehr aus ihren Möglichkeiten machen müssen. Trotz mehrerer Gelegenheiten musste VfL-Torhüter Marcel Lücking nie wirklich eingreifen, da die Bälle gar nicht erst auf das Tor kamen. Und so blieb es am Ende beim leistungsgerechten Remis, da Germania kurz vor Schluss bei einer Einschusschance aus 16 Metern mit Habben und Voorwold zu umständlich agierte. Für Freude sorgte das Unentschieden bei keinem der Trainer. „Es war schon wie in den anderen Heimspielen. Auch da haben wir zu viele Chancen liegenlassen. Uns fehlt einfach noch die nötige Ruhe“, ärgerte sich TuS-Trainer Bruno Mönck. „Natürlich ist es nicht einfach, gegen einen so defensiv eingestellten Gegner Chancen herauszuspielen. Das hat sogar Bad Rothenfelde hier schon feststellen müssen. Gerade dann müssen wir aber in der Anfangsphase eine unserer Möglichkeiten nutzen. Danach haben wir Esens durch unsere eigenen Unsicherheiten überhaupt erst ins Spiel gebracht“, so Germania-Trainer Uwe Frieling.  „Es war spürbar, dass es für beide Teams um viel ging. Wir haben uns in der Spielgestaltung und im Erspielen von Torchancen schwer getan“, resümierte VfL-Teammanager Henning Baumann. Die Leeraner empfangen am kommenden Sonntag den SV Brake.


Esens: Havemann; Schierenberg, Fass, Diekmann, Feddermann (90. Habicht) - Meyer (75. Drieling), Blischke, Barghorn, Meints - Romaneessen (67. Corell), Petermann.

Leer: Lücking; Böse, Klemm, P. Maguru, Vogel (67. Viétor) - E. Maguru, Boekhoff, Schlumberger, Wiemker (56. Voorwold) - Habben, Kirschner (77. von Scheliha).

Schiedsrichter: Manuel Kramer (Wilhelmshaven)