Ernüchternde 0:1-Niederlage in Großefehn

Bei hervorragenden äußeren Bedingungen trafen sich der SV Großefehn und Germania Leer zum Topspiel der Fußball-Bezirksliga. Am Ende siegte der Gastgeber dank eines überragenden Torwarts Jens Looger und dank des großen Kampfgeistes mit 1:0. Germania enttäuschte besonders in der zweiten Hälfte, als man ideenlos gegen die massive Abwehr der Fehntjer anrannte und sich kaum Torchancen erspielte.

Der Gast begann beeindruckend stark und bestimmte das Spiel fast nach Belieben. Großefehn lief oft nur hinterher, und als Hauke Specht nach einem Eckball Benjamin Lünemann im Strafraum foulte, schien die Partie den erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch der 48-jährige Routinier Jens Looger im SVG-Tor parierte den von Lünemann selbst geschossenen Strafstoß und leitete damit eine Wende ein.

Der SV Großefehn wirkte nun wacher und lauffreudiger. Der Gast fand kaum noch Lücken und tat sich im Spielaufbau zusehends schwerer. Auf der anderen Seite kam der SVG das eine oder andere Mal gefährlich vor das Tor der Germanen und ging sogar in Führung, als Sievers nach einen Freistoß von Bi Le Tran einköpfte (19.). Die Führung gab Großefehn noch mehr Sicherheit und der Gast verlor immer mehr die anfangs angedeutete spielerische Klasse. Bis zur Pause hatte Germania allerdings noch zweimal die Möglichkeit zum Ausgleich, doch bei Schüssen von Lukas Siemers und Daniel Horn stand Torwart Looger wieder goldrichtig.

Nach der Pause verflachte die Partie mehr und mehr. Zahlreiche Fouls und Spielunterbrechungen wegen Verletzungen ließen keinen Spielfluss aufkommen. Germania drückte Großefehn zwar an den eigenen Strafraum zurück, doch dann fehlten die Ideen und präzisen Flanken, um das Abwehrbollwerk der Heimelf auszuhebeln.

 

Gegen Ende wurde die Partie immer hektischer und der gut leitende Schiedsrichter Tobias Treczoks (Wilhelmshaven) hatte alle Hände voll zu tun, um trotz vieler Nickligkeiten auf beiden Seiten die Übersicht zu behalten. So sah Großefehns Hauke Specht nach knapp 80 Minuten die Gelb-Rote Karte. Aber auch in Überzahl fiel den Germanen nicht viel ein.

Zweimal lag der Ausgleich noch in der Luft, doch bei einem Schuss von Enock Maguru und einem Freistoß von Daniel Horn zeigte der mittlerweile 48-jährige Looger seine ganze Klasse und rettete seiner Elf drei Punkte.

 

Am Ende blieb es beim knappen 1:0-Sieg der Heimelf, weil Großefehn in der achtminütigen Nachspielzeit die einzige echte Konterchance zum 2:0 liegen ließ.

Trainer Frank Winkler vom SV Großefehn war natürlich zufrieden mit dem Ergebnis: „Wir haben Germania früh den Zahn gezogen – und in der zweiten Hälfte sind die Gäste zu ideenlos angerannt“, sagte er.

Germanias Trainer Michael Zuidema befand: „Das war besonders in der zweiten Hälfte ein ganz schwaches Fußballspiel.“

(Textquelle: Ostfriesen-Zeitung)

 

SV Großefehn: Looger, Janssen (84. Söhlke), Sievers, Meyer, Jünke, Günsel (20. Frerichs), Aden, Le Tran, Meyer, Weiß, Specht.

 

Germania Leer: Lücking, Janßen, Böse (63. Dirks), Horn, Siemers, Maguru, B. Lünemann, Schrock-Opitz, Koets, Jauken, D. Lünemann (65. Jonjic).

 

Tor: 1:0 Sievers (19.).